FAQ – Häufig gestellte Fragen

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Der nächste Schritt ist das Altenheim. Und jetzt?

Viele Senioren und Angehörige sehen sich plötzlich vor neuen Herausforderungen stehen. Es tauchen neue Fragen auf, neue Sorgen und Ängste. Dieses FAQ soll Ihnen häufig gestellte Fragen beantworten und somit ein wenig Sicherheit geben für den nächsten großen Schritt.

Sie möchten ein Zimmer in unserem Hause. Was müssen Sie dafür tun?

Fragezeichen Icon  Wie melde ich mich bei Ihnen an?

Sie können sich entweder hier über unsere Homepage direkt anmelden, Sie können hier den aktuellen Anmeldebogen als PDF herunterladen, oder wir senden Ihnen auf Anfrage auch gerne die Anmeldeunterlagen per Post zu. Sobald Sie den Bogen ausgefüllt haben, senden Sie ihn uns per Post oder Email an info [at] cvs-muenster [dot] de zurück. Die Daten der Homepage erhalten wir automatisch.

Wenn Sie sich vorsorglich bei uns anmelden, melden Sie sich bitte wieder bei uns, sobald eine Aufnahme dringend wird.

Fragezeichen Icon  Ich brauche ein Zimmer sehr dringend. Was muss ich tun?

Zunächst empfehlen wir Ihnen, sich parallel auch in anderen Altenheimen anzumelden und anzufragen. Die Pflegeplätze in Münster sind begrenzt und die Anfrage ist hoch. Wenn Sie bei Ihrer Suche Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an das Infobüro Pflege von der Stadt Münster wenden. Tel. 0251 492-5050

Auf unserem Anmeldebogen können sie ‚dringliche Anmeldung‘ ankreuzen, auf der Homepage können Sie unter ‚Sonstiges‘ eigene Bemerkungen verfassen. Im Anschluss melden wir uns zeitnah bei Ihnen, ob derzeit ein Zimmer in unserem Hause frei ist. Sie können selbstverständlich auch telefonisch jederzeit nach dem Stand fragen.

Sollte ein Zimmer verfügbar sein, kommen wir auf Sie zu.

Fragezeichen Icon  Ich möchte erst in ferner Zukunft einziehen. Soll ich mich jetzt schon anmelden?

Es steht Ihnen natürlich frei, sich bereits anzumelden. Dann haben wir Ihre Daten bereits, wenn es mal soweit ist. Einen Vorteil gibt es aus einer frühen Anmeldung leider nicht, da die Plätze nach Dringlichkeit vergeben werden.

Fragezeichen Icon  Gibt es eine Warteliste?

Ja, wir führen eine Warteliste für dringende Fälle.

Fragezeichen Icon  Wie lange wartet man auf ein freies Zimmer im Durchschnitt?

Auf diese Frage gibt es leider keine konkrete Antwort, weil:

  • Zimmer nur frei werden, wenn ein Bewohner auszieht (selten) oder verstirbt (nicht vorhersehbar).
  • freie Zimmer aus Kostengründen nicht lange leerstehen können.
  • täglich neue dringliche Anfragen hinzukommen.
  • angemeldete Personen spontan absagen oder einen anderen Heimplatz finden.

Alles um den Pflegegrad, Begutachtungen und Höherstufungen

Fragezeichen Icon  Was ist ein Pflegegrad?

Die Pflegegrade 1 bis 5 dienen der Bestimmung des Pflegebedarfs einer pflegebedürftigen Person. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Hilfe benötigt der Mensch. Die Pflegegrade sind Abrechnungsgrundlage für Pflegeeinrichtungen wie z.B. Altenheimen, Behindertenheimen ambulanten Diensten und Krankenhäusern.

  • Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
  • Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.

Fragezeichen Icon  Was für einen Pflegegrad brauche ich?

Für eine stationäre Aufnahme in unserem Hause benötigen Sie mindestens den Pflegegrad 2. Dies ist von den Krankenkassen gewünscht, da Menschen ohne Pflegegrad oder mit Pflegegrad 1 oftmals noch in der Lage sind, ihr Leben selbstständig zu bewerkstelligen. Sollten Sie noch keinen Pflegegrad besitzen, aber eine Aufnahme wird notwendig (z.B. nach einem Sturz), wird oftmals vom behandelten Krankenhaus ein Eilantrag auf Überprüfung des Pflegegrades gestellt.

Fragezeichen Icon  Wie bekomme ich einen Pflegegrad?

Sie können zu jedem Zeitpunkt einen Antrag bei Ihrer persönlichen Krankenkasse auf Prüfung des Pflegebedarfs stellen. Bei einigen Krankenkassen genügt ein Anruf. Andere Kassen benötigen ausgefüllte Formulare, um Ihr Anliegen zu bearbeiten. Sobald Sie einen Antrag gestellt haben, wird Ihre Krankenkasse den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK, für gesetzliche Kassen) oder die Firma Medicproof (bei privaten Krankenkassen) mit einer Begutachtung beauftragen. Zu einem abgestimmten Termin kommt ein Gutachter zu Ihnen, der Sie und Ihren Pflegebedarf bewertet. Nach der Bewertung erhalten Sie nach Bearbeitungszeit von Ihrer Krankenkasse die Information, welchen Pflegegrad Sie bekommen haben.

Fragezeichen Icon  Wie läuft die Begutachtung ab?

In der Regel kommt ein Gutachter zu Ihnen nach Hause oder zu Ihnen ins Altenheim. Dort spricht der Gutachter mit Ihnen über Ihren Pflegebedarf im Alltag. Mehr Informationen finden Sie hier.

Fragezeichen Icon  Die Begutachtung hat einen niedrigeren Pflegegrad ergeben als erwartet. Was nun?

Es steht Ihnen frei, einen Widerspruch gegen die Begutachtung einzulegen. Dieser muss gut begründet sein. Informationen zum Widerspruchsverfahren erhalten Sie meistens mit dem Schreiben, welchen Pflegegrad Sie bekommen haben. Sollten Sie zu diesem Zeitpunkt bei uns leben, helfen wir Ihnen gerne mit der Begründung.

Fragezeichen Icon  Mein Pflegegrad passt nicht mehr. Was nun?

Sie können zu jeder Zeit einen neuen Antrag auf Überprüfung bei Ihrer Krankenkasse stellen.

Fragezeichen Icon  Höherer Pflegegrad = Höhere Kosten?

Nein, zumindest nicht in der stationären Pflege. Wer mehr Hilfe benötigt, wird von seiner Pflegekasse auch mehr unterstützt. In der stationären Pflege ist der Unterschied zwischen den Pflegegraden minimal, die Rechnungsbeträge unterscheiden sich in geringen Centbeträgen. Privatversicherte müssen mehr ‚vorauszahlen‘, bekommen aber auch mehr Geld zurückerstattet, sodass der Eigenanteil unterm Strich gleich bleibt.

Sie ziehen bald in das Cohaus-Vendt-Stift – Was nun?

Fragezeichen Icon  Was sollten Sie mitbringen?

Folgende Dinge sollten Sie bestenfalls zum Einzug mitbringen und in der Verwaltung abgeben:

  • Unterschriebenen Heimvertrag & Anlagen
  • Kopien von Vorsorgevollmachten, Betreuungsbestellung, Patientenverfügung etc.
  • Kopie des Bescheids der Pflegegrad-Genehmigung.
  • Aktuellen Medikationsplan vom Hausarzt, ggf. aktuelle Arztbriefe von Krankenhausaufenthalten, Pflegeinformationen von amb. Diensten, etc.
  • Aktuelle Gesundheitskarte & ggf. Befreiungskarte
  • Alle nötigen Medikamente und pflegerische Hilfsmittel wie Wundverbandsmaterialien, Stomabeutel etc. für ein paar Tage.
  • Frische Kleidung. Bedenken Sie, dass Sie in einem Altenheim mehr Kleidung benötigen als zuhause.
  • ggf. Brillen, Rollator, Rollstuhl, Hörgeräte, Gehstock, Sauerstoffgerät etc. (Diese können natürlich direkt ins Zimmer mitgenommen werden.)

Fragezeichen Icon  Wieviel Kleidung benötige ich?

Da der Waschzyklus in einem Altenheim länger dauert als im Privaten, wird deutlich mehr Kleidung benötigt als man es von zuhause gewöhnt wird. Ihre Wäsche wird in unserem Haus mit Ihrem Namen versehen und in den meisten Fällen in unserer eigenen Wäscherei gewaschen. (Im übrigen ist das Waschen der Bekleidung in dem Heimentgelt mit enthalten.) Dies sind unsere Empfehlungen:

  • 25x Unterwäsche, bei vorhandener Inkontinenz ggf. mehr
  • 14x Paar Socken
  • 15x Hosen oder Röcke
  • 15x T-Shirts, kurzärmlige Hemden oder Blusen
  • 15x Pullover, langärmlige Hemden oder Blusen
  • 10x Strickjacken oder ähnliches
  • 12x Nachtkleidung, Pyjama, Nachthemd (bei bettlägerigen Patienten 25-30x)
  • 10x Jogginghosen oder ähnliches
  • 3-4x Outdoor-Jacken für verschiedene Temperaturen
  • 2-3x Paar feste Schuhe
  • Strumpfhosen, Mützen, Schals, Hausschuhe etc. nach Belieben

Fragezeichen Icon  Kann ich Möbel mitbringen?

Sehr gerne! Richten Sie Ihr Zimmer so ein, wie es Ihnen beliebt. Bringen Sie geliebte Stücke mit, ob die Lieblingskommode, ein schönes Bild für die Wand oder ein Teppich. Ihr Zimmer ist Ihr zuhause. Zur Anlieferung von Möbeln kann im Innenhof geparkt werden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Hilfe benötigen.

Fragezeichen Icon  Habe ich im Cohaus-Vendt-Stift Telefon und Internet?

Sie können, wie bei anderen Mietsverhältnissen auch, einen Telefonanbieter Ihrer Wahl mit einem Telefon- und Internetvertrag beauftragen. Ein Telefon vom Haus gibt es nicht.

Fragezeichen Icon  Woran muss ich nach dem Umzug alles denken?

  • Falls noch nicht geschehen: Bevollmächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens, Sie in allen Angelegenheiten vertreten zu können. Es kann auch ein gesetzlicher Betreuer bestellt werden, wenn es niemanden gibt, der dies für Sie übernehmen kann oder soll. So ist gewährleistet, dass sich um alles gekümmert wird, wenn Sie es nicht mehr selbst können
  • Falls noch nicht geschehen: Füllen Sie eine Patientenverfügung aus. Damit wird gewährleistet, dass medizinisches Personal im Falle eines Notfalls in Ihrem Sinne handelt.
  • Lassen Sie all Ihre Post-, Rechnungs- und Lieferadressen ändern. Eventuell ist ein Nachsendeantrag der Deutschen Post ratsam. Klären Sie, ob zukünftige Post eventuell an einen Angehörigen oder Betreuer gehen soll.
  • Melden Sie Ihren Wohnsitz bei einem Einwohnermeldeamt der Stadt Münster um. Mit den Vertragsunterlagen erhalten Sie eine Wohnungsgeberbescheinigung zu diesem Zweck.
  • Melden Sie sich ggf. von den Rundfunkgebühren (GEZ) ab. Mit den Vertragsunterlagen erhalten Sie ein entsprechendes Formular zu diesem Zweck.
  • Kündigen Sie Energieverträge (Strom, Wasser, Gas etc.).
  • Wenn Sie vorher allein in einer Mietswohnung oder Mietshaus etc. gewohnt haben, kündigen Sie das Mietsverhältnis schnellstmöglich, damit der Haushalt aufgelöst werden kann.
  • Kündigen Sie ggf. Ihren vorigen ambulanten Dienst, hauswirtschaftliche Hilfen, Hausnotruf etc.
  • Kündigen Sie ggf. unnötige Versicherungen. Wir empfehlen nur eine Haftpflichtversicherung. Andere Zusatzversicherungen sind oft unnötig.
  • Kündigen Sie Ihren alten Telefonanschluss, bzw. lassen Sie diesen zum Cohaus-Vendt-Stift ändern.
  • Kündigen Sie, wenn nötig, unwichtige Abonnements.
  • Beenden Sie ggf. Dauer-Zahlaufträge bei Ihrer Bank.
  • Fragen Sie ggf. Ihre Therapeuten (Physio, Ergo, Logopädie etc.), ob diese Sie weiter betreuen und ins Haus kommen. Wenn nicht, reden Sie mit der Pflege, um andere Therapeuten für Sie zu organisieren.
  • Wenn Sie die Tageszeitung erhalten, können Sie diese auf Wunsch zum Cohaus-Vendt-Stift liefern lassen.
  • Informieren Sie Angehörige, Freunde und Bekannte über Ihren neuen Wohnort.

Sie ziehen bald zur Kurzzeitpflege in das Cohaus-Vendt-Stift – Was nun?

Fragezeichen Icon  Was sollten Sie mitbringen?

Ein Kurzzeitpflegeaufenthalt ist mit einem Aufenthalt in einem Hotel zu vergleichen. Sie müssen alles mitbringen, was Sie zuhause auch benötigen. Bestenfalls bringen Sie Folgendes zum Einzug mit und geben es in der Verwaltung ab:

  • Unterschriebenen Kurzzeitpflegevertrag & Anlagen
  • Kopien von Vorsorgevollmachten, Betreuungsbestellung, Patientenverfügung etc.
  • Alle nötigen Medikamente und pflegerische Hilfsmittel wie Inkontinenzmaterialien, Wundverbandsmaterialien, Stomabeutel etc. für den gesamten Aufenthalt (Nachschub kann ggf. von uns organisiert werden)
  • Aktuellen Medikationsplan vom Hausarzt, ggf. aktuelle Arztbriefe von Krankenhausaufenthalten, Pflegeinformationen von amb. Diensten, etc.
  • Aktuelle Gesundheitskarte & ggf. Befreiungskarte
  • Frische Kleidung. Bedenken Sie, dass Sie in einem Altenheim mehr Kleidung benötigen als zuhause.
  • ggf. Brillen, Rollator, Rollstuhl, Hörgeräte, Gehstock, Sauerstoffgerät etc. (Diese können natürlich direkt ins Zimmer mitgenommen werden.)

Fragezeichen Icon  Wieviel Kleidung benötige ich?

Da der Waschzyklus in einem Altenheim länger dauert als im Privaten, wird deutlich mehr Kleidung benötigt als man es von zuhause gewöhnt wird. Nehmen Sie daher eine großzügige Menge an Kleidung mit. Ihre Wäsche wird in unserem Haus mit Ihrem Namen versehen und in den meisten Fällen in unserer eigenen Wäscherei gewaschen.

Fragezeichen Icon  Kann ich Möbel mitbringen?

Sehr gerne! Egal, ob sie nur kurz bei uns sind oder eventuell anschließend vollstationär bleiben – richten Sie Ihr Zimmer so ein, wie es Ihnen beliebt. Bringen Sie geliebte Stücke mit, ob die Lieblingskommode, ein schönes Bild für die Wand oder ein Teppich. Ihr Zimmer ist Ihr zuhause. Zur Anlieferung und Abholung von Möbeln kann im Innenhof geparkt werden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Hilfe benötigen.

Fragezeichen Icon  Habe ich im Cohaus-Vendt-Stift Telefon und Internet?

Auf Wunsch können wir für den Aufenthalt ein Leih-Telefon vergeben. Sollten Sie nach der Kurzzeitpflege bei uns bleiben, müssten Sie einen Telefonanbieter Ihrer Wahl mit dem Anschluss beauftragen. Derzeit gibt es noch kein W-Lan in unserem Hause.

Alles rund um die Finanzierung finden Sie hier.

Fragezeichen Icon  Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die aktuellen Preise können Sie auf unserer Startseite unter „Heimanmeldung“ finden. Dort sind auch Beispielzahlen enthalten. Im Allgemeinen besteht eine Rechnung aus folgenden Positionen:

  • Pflegekosten, abhängig vom Pflegegrad des Bewohners
  • Investitionskosten, abhängig von der Größenkategorie des Zimmers
  • Unterkunft
  • Verpflegung
  • Ausbildungsumlage & Vergütungszuschlag der Ausbildungsumlage
  • Betreuungspauschale nach §43b SGB XI, wird separat monatlich abgerechnet
  • ggf. Inkontinenzpauschale, wird separat quartalsweise abgerechnet

Durch die verschiedenen Zuschüsse der Pflegekasse (Abhängig von dem Pflegegrad und davon, wie lange ein Bewohner schon in einer Pflegeeinrichtung wohnt) ist ein Pauschalbetrag kaum nennbar.

Stand 01.09.2022: Als gesetzlich versicherte Person muss man derzeit mit maximal ca. 3.250,00€ pro Monat an Selbstkosten rechnen. Privatversicherte zahlen je Pflegegrad zwischen 4.000,00€ – 5.250,00€ und bekommen entsprechende Leistungen der Pflegekasse erstattet, sodass ebenfalls ein Eigenanteil von maximal 3.250,00€ bleibt. Bedenken Sie, dass dies nur Annäherungswerte sind.

Fragezeichen Icon  Wer beteiligt sich an den Kosten in der vollstationären Pflege?

  • Die Pflegekasse zahlt einen monatlichen Pflegekostenbeitrag, abhängig von dem Pflegegrad. Gesetzliche Pflegekassen zahlen diese direkt an uns.
    • Pflegegrad 2: 700,00 € im Monat
    • Pflegegrad 3: 1.262,00 € im Monat
    • Pflegegrad 4: 1.775,00 € im Monat
    • Pflegegrad 5: 2.005,00 € im Monat
  • Die Pflegekasse zahlt einen Zuschuss nach §43c SGB XI, anhängig von der Aufenthaltsdauer in einer Pflegeeinrichtung. Gesetzliche Pflegekassen zahlen diese direkt an uns.
    • 1-11 Monate: 5% vom Eigenanteil der pflegebedingten Aufwendungen
    • 12-23 Monate: 25% vom Eigenanteil der pflegebedingten Aufwendungen
    • 24-35 Monate: 45% vom Eigenanteil der pflegebedingten Aufwendungen
    • ab 36 Monate: 70% vom Eigenanteil der pflegebedingten Aufwendungen
    • Der Eigenanteil der pflegebedingten Aufwendungen wird so errechnet: (Pflegekosten + Ausbildungsumlage + Vergütungszuschlag Ausbildungsumlage) * 30,42 – Pflegekostenbeitrag der Pflegekasse abhängig vom Pflegegrad
  • Besteht ein Beihilfeanspruch, so teilen sich Beihilfe und Pflegekasse alle Kosten. Da wir nicht direkt mit der Beihilfe abrechnen können, muss der Bewohner die Kosten der Beihilfe ‚vorauszahlen‘ und muss sich die Kosten bei der Beihilfestelle erstatten lassen.
  • Die Kosten für die Betreuungspauschale nach §43b SGB XI werden von den Pflegekassen zu 100% übernommen. Privatzahler müssen ‚vorzahlen‘.
  • Die Inkontinenzpauschale wird zum Teil oder vollständig (je nachdem, ob der Bewohner von Zuzahlungen befreit ist) von den Krankenkassen übernommen.
  • Sollte das eigene Einkommen nicht zur Deckung der Heimkosten ausreichen, kann ein Antrag beim Sozialamt auf Übernahme der Kosten gestellt werden.
  • Privatversicherte müssen alle Kosten selbst zahlen und die Rechnungen bei den verschiedenen Kostenträgern einreichen, um entsprechende Beiträge zurückzubekommen.

Fragezeichen Icon  Mein eigenes Einkommen reicht nicht, um die Kosten zu decken. Was jetzt?

Für den Fall, dass Ihr Einkommen im Alter nicht zur Deckung der Heimkosten ausreicht, können Sie einen Antrag auf Kostenübernahme beim Sozialamt stellen. Zuständig ist dafür das Sozialamt Ihres letzten Wohnsitzes.

Der erste Schritt dazu ist meist die Beantragung des Pflegewohngelds, welche die Investitionskosten decken. Pflegewohngeld können Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen in NRW erhalten, die

  • auf Dauer in der Einrichtung leben,
  • Leistungen der Pflegekasse erhalten und
  • bestimmte Einkommens- und Vermögensgrenzen nicht überschreiten.

Reicht auch dann das Geld nicht aus, kann Sozialhilfe beantragt werden. Diese übernimmt dann alle Restkosten.

Fragezeichen Icon  Kommen weitere Kosten auf mich zu?

Man darf nicht vergessen, dass das Leben weitergeht. Friseurbesuche, Fußpflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Medikamentenzuzahlungen, Hygieneartikel, neue Kleidung, und mehr. Zur Vereinfachung bieten wir an, dass Sie ein ‚Taschengeldkonto‘ anlegen können, von denen die meisten wiederkehrenden Kosten bargeldlos bezahlt werden können.

Sozialhilfeempfänger bekommen ggf. einen monatlichen Barbetrag (bis zu ca. 150,00 €) für diese alltäglichen Kosten zur Verfügung gestellt.

Fragezeichen Icon  Ich kann mich nicht mehr selbst um meine Rechnungen kümmern. Was soll ich tun?

Wenn noch nicht geschehen, bevollmächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens per Vorsorgevollmacht, damit diese sich um all Ihre Angelegenheiten kümmern kann. Man kann auch einen gesetzlichen Betreuer bekommen, wenn es niemanden gibt, der diese Rolle für Sie übernehmen kann.

Alles rund um die Finanzierung in der Kurzzeitpflege finden Sie hier.

Fragezeichen Icon  Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die aktuellen Preise können Sie auf unserer Startseite unter „Heimanmeldung“ finden. Dort sind auch Beispielzahlen enthalten. Im Allgemeinen besteht eine Rechnung aus folgenden Positionen:

  • Pflegekosten, abhängig vom Pflegegrad des Bewohners
  • Investitionskosten, abhängig von der Größenkategorie des Zimmers
  • Unterkunft
  • Verpflegung
  • Ausbildungsumlage & Vergütungszuschlag der Ausbildungsumlage
  • Betreuungspauschale nach §43b SGB XI

Die Pflegekasse zahlt einen gesamten Zuschuss von bis zu 1.774,00 € pro Kalenderjahr für die Kurzzeitpflege. Dieser Anspruch reicht je Pflegegrad für unterschiedlich viele Tage:

  • Pflegegrad 2: Der Anspruch reicht für 28 Tage.
  • Pflegegrad 3: Der Anspruch reicht für 22 Tage.
  • Pflegegrad 4: Der Anspruch reicht für 18 Tage.
  • Pflegegrad 5: Der Anspruch reicht für 17 Tage.

Stand 01.09.2022: Als gesetzlich versicherte Person zahlen Sie 40,10 € pro Tag (bis zu dem oben angegebenen Maximum an Tagen). Privatversicherte zahlen je Pflegegrad ca. zwischen 100,00 – 140,00 € pro Tag und bekommen entsprechende Leistungen der Pflegekasse erstattet, sodass ebenfalls ein Eigenanteil 40,10 € pro Tag bleibt.

Fragezeichen Icon  Wer beteiligt sich an den Kosten in der vollstationären Pflege?

  • Die Pflegekasse zahlt einen Zuschuss für die Kurzzeitpflege von bis zu 1.774,00 € pro Kalenderjahr. Für wie viele Tage der Anspruch reicht, sehen Sie oben.
  • Wenn ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht, können weitere 1.612,00 € für bis max. 56 Tage eingesetzt werden. Ob ein Anspruch besteht, können Sie bei Ihrer Pflegekasse erfahren.
  • Die Kosten der Betreuungspauschale nach §43b SGB XI werden zusätzlich von der Pflegekasse übernommen.
  • Die Investitionskosten werden grundsätzlich vom zuständigen Sozialamt Ihres Wohnsitzes übernommen.
  • Privatversicherte müssen alle Kosten (bis auf die Investitionskosten) selbst zahlen und die Rechnungen bei der Pflegekasse einreichen, um entsprechende Beiträge zurückzubekommen.

Fragezeichen Icon  Ich kann mich nicht mehr selbst um meine Rechnungen kümmern. Was soll ich tun?

Wenn noch nicht geschehen, bevollmächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens per Vorsorgevollmacht, damit diese sich um all Ihre Angelegenheiten kümmern kann. Man kann auch einen gesetzlichen Betreuer bekommen, wenn es niemanden gibt, der diese Rolle für Sie übernehmen kann.